Teil 1: (Gibt es) Schicksal oder Prädestination?

Heute Nacht, nachdem ich den Film “Der Glücksbringer” gesehen hatte, kamen Zweifel in mir auf. Genauer gesagt kochten Gedanken in mir wieder hoch, die mir vor langer Zeit gekommen waren. Diese Gedanken hatte ich damals allerdings verdrängt, wohl einfach als simpler Selbstschutz-Mechanismus. Denn die Themen, über die ich mir Gedanken gemacht habe, sind schier endlose Themen, über die Laien sicher ein Leben lang ergebnislos brüten können.

Brüten ist schon das erste Stichwort, wegen dem ich näher auf den Film vom Regisseur Mark Helfrich aus dem Jahre 2007 eingehen kann. Eine scheinbare Nebensache in diesem Film sind Pinguine, bei denen die Männchen die Eier auf Ihren Füßen ausbrüten, wobei sie sich natürlich eine geraume Zeit nicht vom Fleck bewegen können. Aufgrund dieser Tatsache müsste es sich bei dem Pinguinen im Film laut Wikipedia um Kaiser- oder Königspinguine handeln.

Die Lehrerin meines Deutsch-Leistungskurses in der Schule (Leininger-Gymnasium Grünstadt, MSS11) hat uns erst vor kurzem von einer wirklich grundlegenden Erkenntnis der Menschheit berichtet. Einer Erkenntnis, die wahrscheinlich wichtiger ist als Neil Armstrongs weltberühmter Satz bei seinen ersten Schritten auf dem Mond vom 20. Juli 1969 (“Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein riesiger Schritt für die Menschheit”, Quelle: Wikipedia), möglicherweise sogar wichtiger sei als die Erfindung des Buchdrucks. Und zwar die Relation des Makro- und Mikrokosmos zueinander. Die Feststellung, dass alles was sich irgendwo in den unendlichen Weiten des Universums findet, genauso beispielsweise in unserem Alltäglichen Leben eine Spur kleiner aufzufinden ist.

Die Diskrepanz zwei solcher Parallelen muss gar nicht so unvorstellbar groß sein. Es kann ganz einfach sein, dass Pinguin-Männchen aus ihrer primitiven Denkweise heraus zur Brutzeit keinen anderen Gedanken hegen, als den Nachwuchs gesund und munter auf die Welt zu bringen, und dabei sogar ihre eigenen grundlegenden Bedürfnisse vernachlässigen. Denn in dieser Zeit sind die Männchen wirklich auf die grundlegende Versorgung durch ihre Weibchen angewiesen, und dieses System scheint in der Tierwelt auch problemlos zu funktionieren. Warum also nicht so auch bei den Menschen? Auch sind Pinguine, vor allem die Gelbaugenpinguine, in einer Partnerschaft grundsätzlich treu. Die “Trennungsrate” bei diesen Tieren liegt bei nur 14%. Das scheint ja bei den Menschen zweifellos nicht zu zutreffen. Aber warum denn bloß nicht?

Sicherlich, die einfachste Antwort auf diese Fragen wäre: “Es ist einfach so, weil der Mensch ein erweitertes Bewusstsein und Denkvermögen gegenüber diesen Tieren hat.” Aber aufgrund dieser schnell geäußerten Feststellung läge auch eine Antwort auf die Hauptfrage nahe, auf die ich hier eingehen will: Gibt es Schicksal oder Prädestination? Darauf müsste die Antwort dann lauten: “Nein, nichts dergleichen gibt es.” Aber der Mensch sucht seit Urzeiten Antworten auf nicht klärbare Fragen und Besinnung in “höheren” Mächten. Höher bezeichnet hierbei wohl einfach die Vorstellung, dass das Bewusstsein und Entscheidungsvermögen dieser “Mächte” noch weiter sein muss als das menschliche im Vergleich mit dem tierischen. Ganz gleich, ob es sich dabei um einen wie auch immer betitelten Gott handelt, anderweitige spirituelle Kräfte am Werk zu sein geglaubt werden oder ganz einfach auf Prädestination respektive Schicksal vertraut wird.

Sicherlich, man kann nicht alles Immaterielle als eine Einheit ansehen, denn die Herangehensweise der “Gläubigen” ist jeweils komplett unterschiedlich. Aber man kann über alles Abstrakte sagen, dass der Mensch nur eine Wirkung auf sein irdisches Dasein spürt, wenn er wirklich verinnerlicht, woran er zu glauben glaubt. So sehe ich mich als Agnostiker, aber habe mich komplett dem Schicksal beziehungsweise der Prädestination verschrieben, wobei Schicksal ja eigentlich auch als eine Art der Prädestination gesehen werden könnte. Diese beiden Begriffe könnten bei näherer Betrachtung komplett ineinander verschmelzen.

Somit sei die einleitende Frage von nun an von mir mit einem glasklaren “Ja.” beantwortet…

(Teil 2: Anwendbarkeit auf Beziehungen)

VN:F [1.8.1_1037]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)
Share and Enjoy:

  • Print
  • Digg
  • Sphinn
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • BarraPunto
  • Bitacoras.com
  • BlinkList
  • blogmarks
  • BlogMemes Fr
  • BlogMemes Sp
  • Blogosphere News
  • blogtercimlap
  • co.mments
  • connotea
  • Current
  • Design Float
  • Diigo
  • DotNetKicks
  • DZone
  • eKudos
  • email
  • Fark
  • Faves
  • Fleck
  • FriendFeed
  • FSDaily
  • Global Grind
  • Gwar
  • HackerNews
  • Haohao
  • HealthRanker
  • HelloTxt
  • Hemidemi
  • Hyves
  • Identi.ca
  • IndianPad
  • Internetmedia
  • Kirtsy
  • laaik.it
  • LinkaGoGo
  • LinkArena
  • LinkedIn
  • Linkter
  • Live
  • Meneame
  • MisterWong
  • MisterWong.DE
  • MSN Reporter
  • muti
  • MyShare
  • MySpace
  • N4G
  • Netvibes
  • Netvouz
  • NewsVine
  • NuJIJ
  • PDF
  • Ping.fm
  • Posterous
  • ppnow
  • Propeller
  • Ratimarks
  • Rec6
  • Reddit
  • RSS
  • Scoopeo
  • Segnalo
  • Simpy
  • Slashdot
  • Socialogs
  • SphereIt
  • StumbleUpon
  • Symbaloo
  • Suggest to Techmeme via Twitter
  • Technorati
  • ThisNext
  • Tipd
  • Tumblr
  • Twitter
  • Twitthis
  • Upnews
  • Webnews.de
  • Webride
  • Wikio
  • Wikio FR
  • Wikio IT
  • Wists
  • Wykop
  • Xerpi
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yahoo! Buzz
  • Yigg

Information:  Aktuell parallel zur Schule (11. Jahrgangsstufe) ein Fernstudium als "Gepr. Web-Designer (SGD)".


Schlagworte: , ,

Kommentieren